Samstag, 12. April 2014

Saas-Fee ... das einzigartige,
faszinierende, unglaubliche  Gletscherdorf
                                  mit seinen Geschichten: part. 4

Das Saastal, das Tal der Saaser Vispa, ist ein Seitental im Oberwallis
(deutschsprachiger östlicher Teil des Kantons Wallis) in der Schweiz.


Vom Rhone-Tal her kommend gelangt man zuerst nach Saas-Balen, dann nach Saas-Grund.
Von Saas-Grund erreicht man weiter südlich dem Tal folgend Saas-Almagell und später den Staudamm Mattmark oder nach rechts abzweigend das gut 200 Meter höher gelegene Saas-Fee. Saas-Grund galt in früherer Zeit klar als Hauptort, dies hat sich durch die touristische Entwicklung der letzten 60 Jahre aber geändert.

Das Saastal ist der östliche Zweig des Vispertals, in dem es sich mit dem westlich gelegenen Mattertal (auch Nikolaital) beim Ort Stalden vereint. Zusammen durchziehen diese Täler, die bis zum Matterhorn und dem südlich der von ihnen umfassten Mischabelkette gelegenen Monte Rosa (zweithöchster Berg in den Alpen) aufsteigen, die zweitgrößte Konzentration von Viertausendern in den Alpen nach dem Mont-Blanc-Massiv.
Das Saastal ist in erster Linie bekannt durch die Skiorte Saas-Fee und Saas-Grund & Saas-Almagell
mit seinem Olympiasieger Pirmin Zurbriggen. Die Nähe zum Mattertal mit Zermatt und den Zugang zu den alpinistisch anziehenden Gebieten der Mischabelkette mit dem höchsten grenzfernen Gipfel der Schweiz, dem Dom 4545 m.ü.M


Im Jahre 1851 verfasste Domherr Peter Joseph Ruppen „Die Chronik des Thales Saas“, welche noch heute als das Standardwerk über das Saastal gilt. Als Grundlage dienten ihm die Aufzeichnungen von Dekan Peter Joseph Zurbriggen (Familienstatistik Saas Nr. 553). Notar Alois Zurbriggen und Pfarrer Imseng ergänzten diese Chronik mit wissenschaftlichen Beilagen. Das Manuskript ist bis heute erhalten geblieben.


Bis zum Jahre 1893 bildete das Saastal mit den Gemeinden Almagell, Balen, Fee und Grund eine einzige Pfarrei. Die Talkirche war in Saas-Grund. Die Bewohner der drei Gemeinden Almagell, Balen und Fee mussten somit für alle kirchlichen Angelegenheiten, wie Taufe, Firmung, Eheschliessung usw. nach Saas-Grund gehen. Sogar die Beerdigungen fanden dort statt.


Südlich und südöstlich grenzt das Saastal an Italien (Valle Anzasca mit dem Hauptort Macugnaga). Einige Pässe im Saastal dienten früher als Schmugglerwege
(Monte-Moro-, Ofental- und Antrona-Pass). Nach der Eröffnung des Simplonpasses verloren die schlecht zugänglichen und hohen Pässe im Saastal ihre Bedeutung.

                                                                     
www.hotel-bristol-saas-fee.ch